Schluckstörungen
Eine Zunahme von Schluckstörungen ist in den letzten Jahren zu erkennen. Logopädinnen unserer Praxen sind in der Therapie von Schluckstörungen sehr gut ausgebildet. Kindliche Schluckstörungen, Schluckstörungen nach Operationen, Schluckstörungen bei neurologisch bedingten Erkrankungen oder anderer Genese zählen zu unserem therapeutischen Aufgabenbereich.
Wir arbeiten eng mit Ärzten zusammen, die die Diagnostik von Schluckstörungen durchführen. Ziel bei der Therapie von Schluckstörungen ist die Optimierung des Schluckablaufes sowie das Erarbeiten von Kompensationstechniken. Das Feld der Schluckstörungen ist sehr weit gefächert. Bei Interesse bzw. Bedarf geben wir gern weitere Informationen zum Thema Schluckstörungen.
Patienten mit Schluckstörungen können davon profitieren, wenn die Körperhaltung den unterschiedlichen Möglichkeiten der Muskeln entsprechend angepasst werden kann. Es ist sinnvoll sich in der Logopädiepraxis bei Schluckstörungen beraten zu lassen, welche Nahrung mit welchen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln möglicherweise einfacher aufgenommen werden kann. In jedem Fall sollte jeder, der regelmäßig Schluckstörungen bei der Nahrungsaufnahme feststellt, umgehend fachkundige Beratung durch einen Arzt oder eine Logopädin in Anspruch nehmen.
Das Schlucken gehört zu den Funktionen, die für den Menschen lebenserhaltend sind. Wenn wir nicht schlucken können, d.h. keine flüssige oder feste Nahrung aufnehmen können, besteht die Gefahr zu verdursten oder zu verhungern. Daher stellen Schluckstörungen eine ernstzunehmende Gefährdung für den ganzen Organismus dar.
Die Lebensqualität eines Menschen wird durch eine Schluckstörung erheblich negativ beeinflusst. Viele Patienten können bei Schluckstörungen nur Kost in flüssiger Form oder als Brei zu sich nehmen oder müssen im Extremfall durch eine Sonde ernährt werden. Die Auswahl eines geeigneten Therapieverfahrens bei Schluckstörungen richtet sich in der Logopädie nach der Vorerkrankung und nach den Bedürfnissen des Patienten.
Das Behandlungsziel bei einer logopädischen Therapie liegt in einer vollständigen oder zumindest teilweisen Wiederherstellung der gestörten Funktion. Neben der Zusammenarbeit mit den medizinischen Fachbereichen ist bei Patienten mit Schluckstörungen der Austausch mit den Angehörigen meist von großer Bedeutung für den Behandlungserfolg.
Die Schlucktherapie ist ein Spezialgebiet, auf dem Ärzte, Logopäden, Ernährungstherapeuten und Fachpflegepersonal eng zusammenarbeiten. Ziel ist es bei Schluckstörungen, die gestörte Schluckfunktionen zu verbessern. Im Idealfall sollte die Therapie dazu helfen, dass sich ein Patient dann ohne Schluckstörungen stabil auf normalem, also oralem Wege, ernähren kann.
Wenn die Schluckstörungen sich als dauerhafte Erkrankung erweisen, wie bei neurologischen Ursachen, hilft oft eine Schlucktherapie. Dabei wird versucht, den Verlust des Schluckreflexes oder Hustenreflexes wieder herzustellen. Die Übungen der Behandlung bei Schluckstörungen erstrecken sich von wichtigen motorischen Übungen der einzelnen, betroffenen Muskeln sowie Körperhaltungsübungen bis praktischen Übungen zum Vorbereiten des Essens wie dem Pürieren der Speisen. Je nach Schweregrad von Schluckstörungen hat die Behandlung das Ziel, ein gefahrlosen Schlucken wiederherzustellen. Die orale Nahrungsaufnahme kann durch Kompensationsstrategien und Hilfsmittel wieder ermöglicht werden. Dadurch werden bei Schluckstörungen Beschwerden reduziert und das Essen und Trinken wird komplett wieder hergestellt und damit zur Normalität.
